Fassadenerhaltung, Ungarn
Als Teil eines Sanierungsprojekts im Herzen von Budapest bestand unsere Aufgabe darin, eine temporäre Fassadenerhaltungslösung zu entwickeln, um die Fassade des Gebäudes in situ zu erhalten, während die innere Struktur entsprechend dem neuen Konzept umgebaut wird.
Die Stahlkonstruktion sollte modular, leicht und dennoch robust sein.
Wir mussten uns mit vielen anspruchsvollen Randbedingungen und Bauphasen auseinandersetzen. Um nur eine zu nennen: Es war nicht möglich, die Stahlkonstruktion vor der Gebäudehülle zu stützen, da sich dichte öffentliche Versorgungsleitungen im Untergrund befanden.
Um die erforderliche Steifigkeit der Stahlkonstruktion zu erreichen, verwendeten wir ein orthogonales (vertikales/horizontales) Fachwerkrahmen mit ergänzenden Aussteifungen an der Vorderseite. Bis zu einer Windgeschwindigkeit von ca. 10 m/s bietet dieses orthogonale Rahmentragwerk ausreichende Tragfähigkeit, um die strukturelle Integrität des komplexen Systems zu gewährleisten. Um die Integritätsanforderungen der Wand bei höheren Windgeschwindigkeiten zu erfüllen, wurden lange diagonale Stützen auf der Rückseite eingebaut, die in Pfahlfundamenten verankert sind.
Um vertretbare Winddrücke auf die Wände zu erhalten, verwendeten wir als alternative Methodik die Computational Fluid Dynamics (ANSYS Discovery).
Lokale Spektren wurden ebenfalls für die Erdbebenanalyse berücksichtigt.
Die Methode der finiten Elemente und die Bemessung der Stahlbauteile wurden mit dem Softwarepaket AxisVM durchgeführt.
Für die Stahlzeichnungen verwendeten wir Tekla Structures.
Die Visualisierung erfolgt mit Ansys Spaceclaim.